Bereits letztes Jahr stand fest, dass sich der Ortsverband Kyffhäuser (X01) des DARC e.V. wieder am WAG-Contest 2026 beteiligen wird. Nachdem wir 2025 vom Harz aus gesendet haben, sollte es dieses Jahr zu unserem malerisch gelegenen Austwärts-QTH, einem von der Agrargenossenschaft Burgscheidungen bewirtschafteten Weinberg in der Nähe von Reinsdorf bei Nebra an der Unstrut gehen. Unser OM Dirk (DO1DGN) hatte den Kontakt und die Genehmigung zur Nutzung des 220 über NN am Nordhang des Unstruttales gelegenen Standortes organisiert.
So trafen sich am 17.10 2026 die OM Dirk, Michael (DL4ATV), Matthias (DE4MMS) mit Luka, unser OVV Sebastian (DM2HEY) und Daniel (DJ1HWE) gegen 11 Uhr auf dem Weinberggelände. Jetzt hieß es Autos und Hänger ausladen: Antennen, Maste, Stromerzeuger, Funkgeräte, Kabel und Verbinder, Filter, Dieselöl für den Heizofen und natürlich auch diverse Getränke und Speisen. Denn schließlich wollten wir ja während des 24-stündigen Wettbewerbs bei Kräften bleiben.

Als erstes wurden vier Maste errichtet. Mit dem auf dem Gelände bereits vorhandenen, großen Gittermast einer ehemaligen Fernseh-Gemeinschaftsantennenanlage ergaben sich fünf Abspannpunkte für einen ZS6BKW-Dipol für 80m, einem 40m-Monobanddipol und einer Mehrband-Vertikalantenne für 10-20m.

OM Michael war dagegen mit seinem fahrbaren Shack im Anhänger mit eigener Heizung, einem Inverted-Vee-Dipol für 40m und einer Teleskop-Groundplane für 10-20m völlig unabhängig von den anderen Antennen und Aufbauten und wieder als erstes QRV. Er nutze den zeitlichen Vorsprung um für alle einen kräftigen Erbseneintopf zuzubereiten. Das Wetter war leider trübe, nebelfeucht und recht windig. Aber immerhin kein Regen.

OM Sebastian und Daniel richteten sich in der „Winzerhütte“ ein. Der Aufbau der Stationen ging routiniert und recht zügig vonstatten. Der Ofen brannte und spendete wohlige Wärme. Die ersten Abstimmversuche mit den Antennen konnten beginnen. Aber die ZS6BKW ließ sich auf 80m nicht anpassen. Und das eine Stunde vor Contestbeginn! Abhilfe schaffte erst der Austausch gegen eine 63m lange G5RV für 160m, die auch auf 80m und 40 m recht gut spielte.

Es war inzwischen 17 Uhr. Jetzt ging es los: Hochkonzentriertes hören, antworten und loggen. Die Bänder wurden voll. Wir mussten die Ohren teilweise ganz schön spitzen und die Empfangsfilter auf 1,4 kHz Bandbreite zurückdrehen. Zur Not wurde noch die RIT verstellt, wenn das den Empfang verbesserte. So ging das die nächsten Stunden. Gegen Mitternacht machten wir die erste Pause, da unsere Ohren etwas Erholung nötig hatten. Und weiter ging es.

Am Sonntagmorgen wurde gemeinsam zünftig gefrühstückt. Gegen 15 Uhr beendeten wir die Funktätigkeiten. Gern hätten wir noch bis 17 Uhr (dem Ende des WAG-Contest) weitergemacht, aber für dem Abbau und das Verstauen von Masten, Antennen und der ganzen Technik sind etwa zwei Stunden notwendig, was natürlich am Besten noch bei Tageslicht vonstattengehen sollte. Ein Vorverlegen des Contest um ein oder zwei Stunden würde uns sehr entgegenkommen.

Unser OVV Sebastian erreichte mit über 550 QSO eine sehr gute Leistung, wogegen sich OM Daniel mit (wie immer) knapp 200 Verbindungen begnügte. Insgesamt gesehen waren die Bedingungen dieses Jahr gar nicht mal schlecht. Und der Teamgeist wurde natürlich auch gestärkt. Fazit: Trübes Wetter, aber gute Laune beim WAG-Contest 2026. Fest steht: Auch nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei.

(DJ1HWE)